Capítulo trigésimo cuarto

Donde se prosigue la novela del curioso impertinente

Al día siguiente, puesto que los sonetos de Anselmo parecían haber dado resultado y como todavía no había vuelto a casa, tomaron un desayuno muy rico a base de cruasanes, mermelada, zumo de naranja y café. Mientras desayunaban y no pudiendo evitar ponerse rojo como un tomate, Lotario le confesó a Camila que fue Anselmo quien le había pedido que la llevara a casa para que él pudiese dedicarse a sus sonetos y todo lo que acompañaba a la entrega y recepción de estos sonetos.
Al oírlo y viendo que estaba ruborizado y muy avergonzado, ella prorrumpió una sonora carcajada al tiempo que exclamaba:

- Ay mi Anselmito adorado – dijo - ¡qué bicho más divertido es mi maridito!, ¿de verdad cree que yo no me he dado cuenta? pues para no verlo, habría que haber estado cegata perdida. Pero si es que estaba todo el tiempo encerrado en su cuarto leyendo y copiando a Petrarca, al que más le convendría hacer un poco de deporte, porque con esas pintas se ve como monje, con su barriga, sus piernecitas flacas y la vestimenta le hace parecer maricón, ¿sabes?

Y después le contó cosas, cosas, que para Locario eran más elocuentes que cualquier sermón que se oye en la iglesia y más esclarecedoras que la misma revelación divina de la que habla la Biblia. Hablaba de labios sensuales, de cuerpos masculinos perfectos que describía en detalle, de ojos no marrones sino negros, de la entrega completa, de la suavidad de la piel.

A Lotario nunca se le había ocurrido hasta ahora, que el cuerpo masculino pudiese ser objeto de arte, que pudiese sugerir más siendo imagen pura y muda, que hablando. Sabía ya que éste era el caso del cuerpo femenino, pero no se había parado a pensar que pudiese ser así también para el cuerpo masculino.
Lo que realmente le molestó fue cuando ella al final, después de haberle contado tantas historias, le dijo:

- Tú tampoco estás mal, pero he visto cosas mejores.

Y hasta le dolieron dichas palabras, porque él ya estaba enamorado de ella y no podía imaginarse que pudiese haber algo en el mundo, más hermoso que ella. Habiéndola visto desnuda, se había prendado de ella y balbuceó un

- Te quiero.

Ella lo miró burlonamente y agregó:

- Vaya hombre, descuida que se te pasará.

Y efectivamente así fue.

Pasaron dos años más, Anselmo con remordimientos, Locario enamorado y Camila divirtiéndose, de modo y manera que la situación desembocó en una sana tranquilidad. Anselmo finalmente sin remordimientos, porque con el tiempo había comprendido que podía mandar los mismos sonetos a distintas mujeres, que con el paso del tiempo siempre pasaban las mismas cosas. Locario, guiado por Camila y unas cuantas más, había aprendido mucho sobre la vida; bastante diría yo, por lo menos para seguir cuerdo y Camila, muy contenta al ver cómo sus chicos se comportaban.
Al principio se sentían un tanto ofendidos cuando ella los comparaba siempre con el David de Michel Ángelo que se encontraba en la Piazza della Signoria adonde los llevaba a cenar para que pudiesen disfrutar de la belleza de la estatua, mas después se daban cuenta de que la cosa no iba tan en serio y que se contentaba con menos.

Como en el fondo eran buenos muchachos, se cachondeaban de ellos mismos. Y así, siempre tenían cosas riquísimas que contarse y lo pasaban de pipa.

 

chapter vierunddreißig

Wo die Geschichte mit dem neugierigen Aufdringling weitergeht

Am nächsten Tag, da die Sonette von Anselmo offensichtlich ein Ergebnis gezeitigt hatten und er noch nicht nach Hause zurückgekommen war, frühstückten sie mit Croissants, Marmelade, Orangensaft und Kaffee. Während sie frühstückten, beichtete Lotario Camila, wobei er rot wie eine Tomate wurde, dass Anselmo ihn gebeten hatte, sie nach Hause zu bringen, damit er sich seinen Sonetten und der Übergabe derselben und all dem, was mit der Übergabe und dem Erhalt derselben zu tun hatte, widmen konnte.

Als sie das hörte und sah, wie rot und beschämt er war, da brach sie gleich in ein schallendes Gelächter aus.
“Ach mein bewunderungswürdiger kleiner Anselmito“, sagte sie, „was ist mein kleiner Gatte doch nur für ein lustiger Wurm! Glaubt er doch wirklich, ich hätte das noch nicht bemerkt? Um das nicht zu merken, hätte man blind wie die Nacht sein müssen. Wo er doch die ganze Zeit in seinem Zimmer eingeschlossen war und Petrarca las und kopierte. Was ihm jedoch besser täte, wäre, ein bisschen Sport zu treiben, denn im Moment sieht er aus wie ein Mönch, mit seinem Bauch, seinen dünnen Beinchen und wie er sich kleidet, sieht er aus wie eine Schwuchtel, weißt du?“

Dann erzählte sie ihm Dinge, Dinge, die für Lotario vielsagender waren als jede Predigt in der Kirche und mehr Offenbarung beinhalteten als selbst die göttliche Offenbarung, von der die Bibel sprach. Sie sprach von sinnlichen Lippen, von perfekten männlichen Körpern, die sie im Detail beschrieb, von Augen, die nicht braun, sondern schwarz waren, von vollständiger Hingabe, samtweicher Haut.

Es war Lotario bis dahin noch nie in den Sinn gekommen, dass der männliche Körper ein Kunstobjekt sein könnte, dass er als schweigendes und reines Bild mehr suggerieren könnte, als wenn er spräche. Er wusste, dass dies beim weiblichen Körper der Fall war, doch er wäre nie auf die Idee gekommen, dass dies auch beim männlichen Körper so sein könne.

Was ihn aber wirklich störte war, dass sie am Schluss zu ihm sagte, nachdem sie ihm so viele Geschichten erzählt hatte.

„Du bist auch nicht schlecht, aber ich habe schon Besseres gesehen.“

Diese Worte schmerzten ihn, denn er war verliebt in sie, konnte sich nicht vorstellen, dass es noch etwas Schöneres auf der Welt geben könne als sie. Nachdem er sie unbekleidet gesehen hatte, hatte er sich in sie verliebt und stottere ein:“Ich liebe dich.“

Sie schaute ihn neckisch an und sagte:“ Na, na, mal langsam, das geht vorbei.“

Und so war es auch.

So vergingen zwei weitere Jahre, Anselmo mit Gewissensbissen, Lotario verliebt und Camila mit viel Spaß, bis die Situation friedlicher wurde. Anselmo hatte schließlich keine Gewissensbisse mehr, denn mit der Zeit hatte er verstanden, dass er die gleichen Sonette unterschiedlichen Frauen schicken konnte und eigentlich immer das Gleiche passierte. Lotario hatte, von Camila und einigen anderen geführt, viel über das Leben gelernt. Genug auf jeden Fall, um vernünftig zu werden und Camila war zufrieden, weil die Jungs endlich vernünftig wurden.

Anfang fühlten sie sich immer etwas beleidigt, wenn sie sie mit dem David des Michelangelo verglich, der sich auf der Piazza della Signoria befand, wo sie mit ihnen hinging, um zu Abend zu essen, damit sie die Schönheit dieser Statue genießen konnten, später jedoch bemerkten sie, dass das nicht ernst gemeint war und sie sich auch mit weniger zufrieden gab.

Da sie im Grunde brave Jungs waren, machten sie sich über sich selbst lustig. Und so gab es immer lustige Dinge zu erzählen und sie verbrachten eine geile Zeit. (Da mir der Ausdruck nicht gefällt, schlage ich andere, nicht so schlagkräftige, die aber dasselbe ausdrücken, vor: Sie verbrachten die Zeit wie der Vater und mein Herr, sie vergnügten sich, sie verbrachten die Zeit wie Zwerge, sie verbrachten eine wunderbare Zeit... aber ich weiß, dass der Ausdrück sehr umgangssprachlich und superkorrekt ist. In diesem Fall ist es eine Frage des Geschmacks.)